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Unsere Partnerschulen in Añatuya

 

AnatuyaNachdem sich unsere St.-Georg-Grundschule Nütterden seit mehr als 25 Jahren um die Schule Nr. 694 „San Jorge“ gekümmert hat, gibt es seit Oktober 2011 eine neue Partnerschaft mit zwei noch ärmeren Landschulen in der Pfarrei „San José del Boquerón“ von Pater Juan Carlos Constable in der Diözese Añatuya/Nordargentinien. Zum einen handelt es sich um die Schule Nr. 722 im Ort Guayacán mit 16 Jungen und Mädchen, 45 Kilometer von der Pfarrei entfernt. Der Direktor der Schule, Regino Guzmán ist, Leiter, Lehrer, Verwalter, Koch usw. in einer Person. Die Schule besteht seit 2008. Zuerst fand der Unterricht in einem Rancho, einer einfachen Hütte, statt. Anfang 2009 wurde mit Hilfe der Pfarrei aus gutem Baumaterial ein Klassenzimmer hergestellt. Die Schule braucht bei der Verköstigung der Kinder dringend Hilfe. Für das laufende Schuljahr hat die Provinzregierung für die Schulspeisung nur 13 Eurocent pro Kind und Schultag genehmigt. Da die Schule in Guayacán nur von sehr wenigen Kindern besucht wird, kann mit der Gesamtsumme noch weniger zuwege gebracht werden als in Schulen, die viele Schüler zählen. Die Zuwendung reicht nicht einmal aus, um an jedem Unterrichtstag jedem Kind ein Glas Milch zu geben. Die Kleinen bekommen nur einen Matetee und etwas von den Müttern selbst gebackenes Brot. Das wichtigste Vorhaben ist es, den Kindern dieser Schule genug zu essen geben zu können. Sollte nach der Lösung des Speisungsproblems etwas Geld übrig bleiben, könnte man auch daran denken, fehlende Schulutensilien oder Lehrmittel zu besorgen.

 

 

Eine fast ähnliche Situation besteht in der Schule Nr. 910 in Paaj Pozo mit der Schulleiterin Rosita Acosta. Auch zu dieser Schule, die 50 Kilometer von der Pfarrei San José del Boquerón entfernt ist, gehören 16 Schülerinnen und Schüler. Die Schule hat bauliche Probleme. Das Gebäude müsste insgesamt renoviert werden. Die Schulleiterin hat bereits im Jahre 2010 diesbezügliche mehrere Gesuche bei den Behörden in der Provinzhauptstadt Santiago eingereicht und auch auf ernste Feuchtigkeitsprobleme an Decken und Wänden hingewiesen. Bisher ist noch nichts geschehen. Aber auch hier ist das größte Problem dieser kleinen Schulgemeinde die Kinderspeisung. Von der Provinzregierung gibt es ebenfalls nur 13 Eurocent pro Kind und Schultag. Der Rektor der Grundschule in Nütterden und das Schulkollegium haben beschlossen, ab Oktober 2011 eine Partnerschaft mit diesen beiden Schulen aufzunehmen. Die Kinder, Eltern und Lehrer veranstalten jährlich vor den Herbstferien einen Erntebasar, bei dem mitgebrachtes Obst und Gemüse, selbst gemachte Marmelade, Butter, Honig und viele andere Dinge wie bei einem Basar wieder verkauft werden, mit dem tollen Ergebnis für die Kinder der Partnerschulen im Bistum Añatuya, die davon Essen und Schulmaterial bezahlt bekommen. Manchmal gehen auch Briefe und gemalte Bilder hin und her.

 

Nach nunmehr 42 Jahren haben die Eheleute Werner und Elisabeth Stalder als Beauftragte dieser Aktion altersbedingt ihre Arbeit in jüngere Hände gelegt. Als Nachfolger hat Hans-Jürgen Jacobs aus Nütterden die Verwaltungsaufgaben der „Aktion Anatuya“ übernommen.

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